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Putting-Out System

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Hr. Engl


Das Verlagssystem ist eine wirtschaftliche Organisationsform der frühen Neuzeit, die sich durch dezentrale Produktion auszeichnet. Meist sind es Textilien, die dabei von den so genannten Verlegten in Heimarbeit hergestellt werden und vom Verleger zentral vermarktet werden. Das Wort „Verlag“ leitet sich von Vorlage ab. Der Verleger tritt mit Geld (Finanzierung) und/oder Rohstoffen in Vorlage.(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagssystem)

Das Verlagssystem markiert also einen Einschnitt und kann als Vorbote der Moderne gesehen werden. So wurden die Produkte nicht mehr wie im traditionellen Handwerk von einem Handwerksmeister für einen bestimmten Auftraggeber gefertigt, sondern von angestellten Lohnarbeitern. Die Produkte entstanden also noch in Heimarbeit, waren aber standatisiert und wurden für einen größeren Markt hergestellt.

Arbeit und Kapital waren also nun getrennt. Der Lohn des Arbeiters hing erstmalig von einem überregionalen Markt ab. Die kapitalistische Marktwirtschaft bildet sich langsam heraus.

Die Weiterentwicklung des Verlagssystems ist die Manufaktur.

Vorteile des Verlagssystems:

  1. Wenig finanzielles Risiko vorhanden
  2. Kein oder nur sehr wenig Kapital nötig
  3. Arbeit von zu Hause möglich (Heimarbeit)
  4. Ausgleich von regionalen Schwankungen am Markt
  5. Weg zum Markt nicht mehr nötig


Nachteile des Verlagsystems:

  1. Abhängigkeit vom Verleger
  2. Verlust an Eigenständigkeit
  3. Strenge vertragliche Bindungen
  4. Oft niedrigere Erträge als im Eigenverlauf
  5. Die Zahl der "unzünfitgen" Lohnarbeiter wächst (Möglichkeiten der sozialen Sicherung brechen weg

QuellenEdit

http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagssystem

Brückner, Dieter; Harald Focke; Lorenz Maier: Buchners Kolleg Geschichte 11, Bamberg 2009, S.56